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Eine Zahnkrone ist eine der häufigsten zahnprothetischen Versorgungen überhaupt. Wer eine Krone braucht, hat die grundsätzliche Entscheidung meist schon getroffen. Was viele dann beschäftigt, sind die konkreten Fragen: Wie genau läuft das ab? Wie viele Termine brauche ich? Und tut das weh? Genau das erklären wir Ihnen hier, Schritt für Schritt.
Was ist eine Zahnkrone und wann braucht man sie?
Eine Zahnkrone ist eine Überkappung, die den sichtbaren Teil eines Zahns vollständig umschließt. Sie stellt Form, Funktion und Ästhetik des natürlichen Zahns wieder her, wenn dieser so stark beschädigt ist, dass eine Füllung nicht mehr ausreicht.
Typische Situationen, in denen eine Krone notwendig wird:
- Großflächige Karies, die zu viel Zahnsubstanz zerstört hat
- Gebrochener oder gerissener Zahn
- Zahn nach einer Wurzelbehandlung, der stabilisiert werden muss
- Stark abgenutzte Zähne durch Knirschen (Bruxismus)
- Als Aufbau auf einem Zahnimplantat
Stellen Sie sich die Krone wie eine maßgefertigte Schutzkappe vor: Sie sitzt über dem noch vorhandenen Zahnstumpf und übernimmt ab diesem Moment alle Aufgaben des ursprünglichen Zahns – Kauen, Sprechen, Stabilisierung des Kiefers.
Wie läuft die Zahnkronenbehandlung Schritt für Schritt ab?
Die Behandlung mit einer Zahnkrone verteilt sich in der Regel auf zwei bis drei Termine und dauert insgesamt ein bis zwei Wochen, da das Labor Zeit für die Herstellung der Krone benötigt.
- Erstuntersuchung und Planung: Beim ersten Termin prüft Ihr Zahnarzt den betroffenen Zahn gründlich, macht bei Bedarf ein Röntgenbild und bespricht mit Ihnen das geeignete Material. Gibt es noch eine aktive Entzündung oder ist eine Wurzelbehandlung erforderlich, wird diese zuerst abgeschlossen.
- Zahnpräparation: Der Zahnarzt schleift den Zahn rundum gleichmäßig ab, damit die Krone später exakt aufgesetzt werden kann. Dieser Schritt klingt drastisch, ist aber unter örtlicher Betäubung schmerzfrei. Wie viel Substanz abgetragen wird, hängt vom Material und der Ausgangssituation ab.
- Abformung: Nach der Präparation wird der Zahn abgeformt – entweder digital per Intraoralscanner oder klassisch mit Abformmasse. Diese präzise Aufnahme ist die Grundlage, auf der das Labor Ihre individuelle Krone anfertigt.
- Provisorische Krone: Damit Ihr präparierter Zahn in der Zwischenzeit geschützt ist und Sie normal kauen können, wird ein Provisorium eingesetzt. Es sieht nicht perfekt aus, erfüllt aber seinen Zweck zuverlässig für die Laborzeit von etwa einer bis zwei Wochen.
- Einprobe der definitiven Krone: Beim zweiten Termin wird die fertige Krone zunächst trocken aufgesetzt und geprüft: Passt die Form? Stimmt die Farbe? Fühlt sich der Biss richtig an? Kleine Korrekturen können direkt vorgenommen werden.
- Definitive Eingliederung: Passt alles, wird die Krone mit einem speziellen Zahnzement dauerhaft befestigt. Dieser Schritt dauert in der Regel etwa 30 Minuten.
📌 Gut-zu-wissen: Nach dem Einsetzen der definitiven Krone sollten Sie in den ersten Stunden auf das Essen harten Speisen verzichten, bis der Zement vollständig ausgehärtet ist. Ihr Zahnarzt informiert Sie genau, was in dieser Zeit zu beachten ist.
Wie wird eine Zahnkrone befestigt?
Die Krone wird mit Zahnzement dauerhaft auf dem präparierten Zahnstumpf verklebt. Das klingt simpel, ist aber eine präzise Arbeit.
Zuerst wird der Zahnstumpf gereinigt und getrocknet. Dann trägt der Zahnarzt den Zement auf die Innenfläche der Krone auf und setzt sie mit gezieltem Druck auf den Zahn. Überschüssiger Zement wird sofort entfernt, der Biss noch einmal kontrolliert. Nach dem Aushärten sitzt die Krone fest – und das für viele Jahre.
Welche Materialien gibt es bei Zahnkronen?
Die Wahl des Materials beeinflusst Haltbarkeit, Aussehen und Preis der Krone erheblich. Ein kurzer Überblick:
| Material | Vorteile | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Vollkeramik | Sehr natürliche Optik, metallfrei, gut verträglich | Frontzähne, ästhetisch anspruchsvolle Bereiche |
| Zirkonoxid (Zirkon) | Sehr hart, bruchfest, zahnfarben, metallfrei | Front- und Seitenzähne, hohe Belastung |
| Metall-Keramik (VMK) | Bewährt, robust, gute Passgenauigkeit | Seitenzähne, Brückenversorgungen |
| Gold bzw. Goldlegierung | Extrem langlebig, gewebeverträglich, wenig Abrieb | Seitenzähne, wenn Ästhetik zweitrangig |
Welches Material für Sie am besten geeignet ist, hängt von der Position des Zahns, Ihrer Kiefersituation und Ihren Erwartungen ab. Einen umfassenden Überblick zu Zahnkronen-Arten, Kosten und Haltbarkeit gibt es auch in dieser Fachquelle. Unsere Empfehlung: Lassen Sie sich bei der Beratung die Vor- und Nachteile der in Frage kommenden Materialien konkret für Ihren Zahn erläutern – erst dann ergibt die Wahl wirklich Sinn.
Wie lange hält eine Zahnkrone?
Eine gut eingesetzte Zahnkrone hält im Durchschnitt 10 bis 15 Jahre, bei sorgfältiger Pflege oft deutlich länger. Kosten, Arten, Ablauf und Haltbarkeit von Zahnkronen werden auch von unabhängigen Quellen ausführlich beschrieben.
Die Lebensdauer hängt vor allem von diesen Faktoren ab:
- Regelmäßige Zahnpflege zu Hause (Bürsten, Zahnseide, ggf. Interdentalbürsten)
- Regelmäßige professionelle Zahnarztbesuche
- Material und Qualität der Krone
- Individuelle Belastung durch Kaugewohnheiten oder Knirschen
📌 Quick-Tipp: Wenn Sie nachts knirschen, fragen Sie Ihren Zahnarzt nach einer Aufbissschiene. Sie schützt die Krone und verlängert ihre Lebensdauer erheblich.
Was kostet eine Zahnkrone und lohnt sich die Behandlung in Slowenien?
Konkrete Preise hängen vom Material, der Komplexität der Versorgung und dem jeweiligen Land ab. Für österreichische und deutsche Patienten lohnt sich ein Blick über die Grenze: In Slowenien erhalten Sie dieselben Materialien und Techniken wie in Österreich oder Deutschland, jedoch zu deutlich günstigeren Konditionen. MANUELL PRUEFEN: Preisseite verlinken, sobald URL bekannt.
Die Ersparnis ergibt sich aus dem Unterschied im Lohn- und Kostenniveau, nicht aus einem Abstrichen an der Behandlungsqualität. Viele Patienten aus Wien, Graz oder Salzburg nutzen die kurze Anreise nach Slowenien genau aus diesem Grund.
Was österreichische und deutsche Krankenkassen übernehmen, ist je nach Versicherung unterschiedlich. In der Regel gibt es einen Festzuschuss für die Regelversorgung. Ob Ihre Kasse mehr erstattet, wenn Sie regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen nachweisen können, sollten Sie direkt bei Ihrer Kasse erfragen.
Krone auf Implantat oder nach Wurzelbehandlung – was ist anders?
Im Prinzip ist der Ablauf ähnlich, aber es gibt zwei Unterschiede, die Sie kennen sollten.
Krone auf einem Implantat: Hier sitzt die Krone nicht auf einem natürlichen Zahnstumpf, sondern auf einem im Knochen verankerten Titanpfosten (dem Implantat). Die Krone wird auf einem sogenannten Abutment befestigt, das auf das Implantat geschraubt wird. Der Prozess der Kronenherstellung ist derselbe, die Gesamtbehandlung dauert jedoch länger, weil das Implantat erst einheilen muss.
Krone nach Wurzelbehandlung: Ein wurzelbehandelter Zahn hat keine Nervenversorgung mehr und wird spröder. Eine Krone schützt ihn deshalb vor Brüchen und verlängert seine Lebensdauer erheblich. Oft wird zusätzlich ein Stiftaufbau eingesetzt, um der Krone besseren Halt zu geben.
📌 Gut-zu-wissen: Bei der Erstuntersuchung in unserer Praxis schauen wir uns Ihre Ausgangssituation genau an und erklären Ihnen, welche Versorgung für Ihren Zahn sinnvoll ist. Die Untersuchung ist für unsere Patienten kostenlos.
Häufige Fragen zur Zahnkrone
Tut die Zahnpräparation weh?
Nein. Der Zahn wird unter örtlicher Betäubung beschliffen. Während des Eingriffs spüren Sie keinen Schmerz. Nach dem Abklingen der Betäubung kann eine leichte Empfindlichkeit auftreten, die sich in der Regel nach wenigen Tagen legt.
Wie viele Termine brauche ich insgesamt?
In den meisten Fällen sind zwei bis drei Termine ausreichend: Ersttermin mit Präparation und Abformung, ein Einprobetermin sowie die definitive Eingliederung. Ist vorher noch eine Wurzelbehandlung oder ein Aufbau nötig, kommen weitere Termine hinzu.
Kann man eine alte Krone erneuern?
Ja. Wenn eine Krone gerissen ist, sich gelockert hat oder ästhetisch nicht mehr passt, kann sie entfernt und durch eine neue ersetzt werden. Voraussetzung ist, dass der Zahnstumpf noch ausreichend Substanz hat.
Ist eine Zahnkrone dasselbe wie ein Implantat?
Nein. Ein Implantat ist ein künstlicher Zahnwurzelersatz, der in den Kieferknochen eingesetzt wird. Eine Krone ist die sichtbare Überkappung darüber oder über einem natürlichen Zahnstumpf. Beides kann kombiniert werden.